Obst & Gemüse


Kapitel

Definition

Obst

Wurzel- und Knollengemüse

Blattgemüse

Kohlgemüse

Fruchtgemüse



Definition

Gemüse ist ein Sammelbegriff für essbare Pflanzenteile. Zum Beispiel Blätter, Früchte, Knollen, Stängel oder Wurzeln, wild wachsender oder in Kultur genommener, meist ein- oder zweijähriger krautiger Pflanzen. Nicht zum Gemüse zählen trockene Samen wie Erbsen oder Linsen und Getreidekörner. Pflanzenteile, die als Gemüse und Gewürz verwendet werden, wie Paprika oder Zwiebeln, gelten nur dann als Gemüse, wenn sie eine erkennbare Hauptkomponente der Mahlzeit bilden.

Die Unterscheidung von Obst und Gemüse ist nicht eindeutig. Sie ist kulturell bedingt.



Obst

Als Obst gelten roh genießbarn, meist wasserhaltige Früchte oder Teilen davon (beispielsweise Samen), die von Bäumen, Sträuchern und mehrjährigen Stauden stammen.

Abbildung 1: Obst im Vergleich. Zwei klassische Obstsorten im Vergleich im anderen Gemüsesorten (Wurzel- und Blattgemüse) bezüglich des Gehaltes an Kohlenhydraten und spezifischeren Kohlehydraten.

Der Gehalt an Wasser beträgt beim Apfel 82,5; bei der Birne 83,4, der Karotte 89,3 und beim Kopfsalat 95 g/100g.

*Die Werte beziehen sich auf g/100g Trockensubstanz.

Quelle der Gehalte: Bundeslebensmittelschlüssel des MRI


Generell gilt Obst als reich an Kohlenhydraten, insbesondere Zucker und weist meist eine hohe Verdaulichkeit (80-90%) der organischen Substanz auf (Jeroch et al 1993).


Urheber: Daderot; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022) Urheber: Abubiju; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022)
Abbildung 2: Obst. Es gibt viele verschiedene Arten und Sorten. Einige davon sind einheimische Früchte, andere kommen aus weit entfernten Ländern.



Wurzel- und Knollengemüse

Wurzelgemüse sind nährstoffreiche Speicherwurzeln von Pflanzen. Bei Knollengemüse dient nicht die Wurzel sondern andere Pflanzenteile als Speicherorgan.

Beispiele: Futterrüben, Karotten, Knollensellerie, Kohlrabi, Pastinaken, Rote Bete, Petersilienwurz, Steckrübe (Kohlrübe), Topinambur, Zuckerrüben

Urheber: ARS; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022)
Urheber: Radomil; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022)
Urheber: Rasbak; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022)
Abbildung 2: Wurzelgemüse. Von links nach rechts: Karotten, rote Bete und Knollensellerie.



Blattgemüse und Blattsalate

Die meisten Arten von Blattgemüse gibt es in vielen verschiedenen Sorten.

Beispiele: Kopfsalat, Endivien, Chicorée oder Rucola, Fenchelgrün, Blätter von verschiedenen Kohlsorten (z.B. Kohlrabi), Stangensellerie, Spinat, Mangold, Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Rosenkohl, Chinakohl

Urheber: Yorvik; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022)
Abbildung 3: Salate. Von links nach rechts: Eisbergsalat, Friseesalat, Lollo Rosso.



Kohlgemüse

Kohl ist eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Viele wichtige Kulturpflanzen gehören zu dieser Gattung. Einige Sorten werden zu den Blattgemüsen gerechnet, andere zu den Blütenstände als Gemüse.

Beispiele: Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Chinakohl, Grünkohl. Stärker blähende Kohlarten sind Romanesko (Variante des Blumenkohls), Rotkohl, Wirsing, Weißkohl, Rosenkohl

Urheber: Richard Bartz; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022)
Urheber: Anita Martinz; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022)
Urheber: Rainer Zenz; GNU FDL; Orginaldatei (Stand April 2022)
Abbildung 4: Kohl. Von links nach rechts: Romanesko, Kohlrabi und Spitzkohl.



Fruchtgemüse

Fruchtgemüse sind Sorten welche essbare oberirische wachsende Früchte besitzen. Die Einteilung ist schwierig. Die meisten Sorten zählen zu Pflanzenfamilien der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).

Beispiele: Tomaten, Gurken, Kürbisse, Paprika, Zucchini

Urheber: Togo; GNU FDL; Orginaldatei Stand April 2022)
Urheber: US DA ;public domain.; Orginaldatei (Stand April 2022)
Urheber: Fir0002 ; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand April 2022)
Abbildung 5: Fruchtgemüse. Von links nach rechts: Paprika, Zucchini und Tomate.




Literatur

Jeroch, H., G. Flachowsky und F. Weissbach (1993): Futtermittelkunde. Gustav Fischer Verlag, Jena, Stuttgart